Aufklärung und Problemfelder

Massentierhaltung

Tiere wie Hühner, Schweine oder Rinder werden oft unter beengten und unnatürlichen Bedingungen gehalten, um maximalen Gewinn einzuspielen. Häufig haben die Tiere weder Tageslicht noch eine Möglichkeit, sich mehr als einen Meter zu bewegen. Damit die Tiere unter den Bedingungen nicht krank werden oder sich resistente Keime bilden, werden sie in den meisten Fällen von Anfang an mit Antibiotika „behandelt". Mit artgerechter Haltung hat dies nichts zu tun.

Pelz und Leder Industrie

Für die Herstellung von Pelzen werden Tiere wie Nerze, Füchse oder Waschbären oft unter grausamen Bedingungen gehalten. Sie leben in engen Drahtkäfigen ohne Zugang zu artgerechter Bewegung oder Beschäftigung. Häufig werden sie brutal getötet, beispielsweise durch Vergasung oder Elektroschocks, um das Fell unbeschädigt zu erhalten. Auch die Lederproduktion ist problematisch. Neben Rindern werden weltweit auch exotische Tiere wie Krokodile, Schlangen oder Strauße für Leder getötet. Besonders in Ländern mit geringen Tierschutzstandards leiden die Tiere unter grausamen Haltungs- und Schlachtmethoden.

Tierversuche

Tierversuche werden weltweit in der Forschung eingesetzt, um Medikamente, Kosmetika und Chemikalien auf Sicherheit und Wirksamkeit zu testen. Jährlich leiden Millionen Tiere wie Mäuse, Ratten, Kaninchen, Hunde oder Affen unter oft schmerzhaften Experimenten, die mit Stress, Verletzungen oder gar dem Tod verbunden sind. Die Tiere werden dabei häufig in unnatürlichen Laborumgebungen gehalten, was zusätzlich Leiden verursacht

Tiere als Attraktion

Tiere werden weltweit als Attraktionen in Zoos, Zirkussen, Aquarien oder Freizeitparks eingesetzt. Oft werden sie in unnatürlichen Lebensräumen gehalten, die ihre natürlichen Bedürfnisse nach Bewegung, Sozialisation und artgerechtem Verhalten nicht erfüllen. Besonders in Zirkussen leiden Tiere häufig unter beengten Transportbedingungen, mangelnder Bewegung und Dressurmethoden, die auf Zwang und Schmerz basieren. Auch bei vermeintlich harmlosen Aktivitäten wie Elefantenreiten, Delfinshows oder Fotos mit Wildtieren steckt oft Tierleid dahinter. Viele Tiere werden bereits in jungen Jahren gefangen, von ihren Familien getrennt und durch grausame Trainingsmethoden gefügig gemacht. Dies führt nicht nur zu körperlichem, sondern auch zu massivem psychischem Stress.

Wilderei und Artenschutz

Wilderei ist eine der größten Bedrohungen für viele Tierarten weltweit. Tiere wie Elefanten, Nashörner, Tiger oder Pangoline werden illegal gejagt, oft wegen ihrer wertvollen Körperteile wie Stoßzähne, Hörner, Felle oder Schuppen. Diese Produkte werden vor allem für Schmuck oder als Luxusgüter gehandelt. Der illegale Wildtierhandel ist ein milliardenschweres Geschäft und trägt maßgeblich zum Artensterben bei.