Wie Zahlen die Realität zeigen

Tierversuche

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Bei Tieren, die zu wissenschaftlichen Zwecken getötet wurden, handelt es sich vor allem um Mäuse (86 %) und Ratten (7 %). An dritter Stelle stehen mit rund 5,5 % Fische und an vierter Stelle Vögel (rund 1 %). Kaninchen und sonstige Tierarten liegen dabei insgesamt unter 1 %. Tötungen zu wissenschaftlichen Zwecken werden überwiegend (zu rund 92 %) für die Grundlagenforschung durchgeführt.

Massentierhaltung

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Geflügel:Insgesamt gibt es über 173 Millionen Stück Geflügel in Deutschland. Von dieser Gesamtzahl sind etwa 53 Millionen Legehennen und 120 Millionen Masthühner. Über 90% der Tiere werden in Massentierhaltung gehalten.
Schweine: In Deutschland werden etwa 23,6 Millionen Schweine gehalten. Von diesen befinden sich etwa 21,2 Millionen in Massentierhaltung. Die Haltung ist besonders in Niedersachsen und Nordrhein-Westfalen konzentriert.
Rinder: Der Gesamtbestand liegt bei etwa 11,3 Millionen Rindern. Etwa 75% davon, also 8,5 Millionen Tiere, werden in Massentierhaltung gehalten.

Jagd auf Wildtiere

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Rehe: In Deutschland wurden etwa 1,3 Millionen Rehe geschossen. Mit Damwild, Rotwild und Sikawild zusammen waren es 1,4 Millionen Tiere. Die Jagd wird oft mit Waldschutz begründet, hat aber durch den Jagddruck die Rehe erst in tiefere Waldgebiete getrieben.
Wildschweine: Mehr als 710.000 Wildschweine wurden getötet, besonders wegen der Afrikanischen Schweinepest. Studien zeigen jedoch, dass verstärkter Jagddruck zu erhöhter Fortpflanzung bei Wildschweinen führt.
Wildtauben: Über 300.000 Wildtauben, hauptsächlich Ringeltauben, wurden geschossen. Die Begründung liegt meist bei angeblichen Schäden auf Getreidefeldern.
Füchse: Jährlich werden mehr als 420.000 Füchse getötet, oft durch umstrittene Methoden wie Fallenjagd und Baujagd. Die Jagd wird mit Populationskontrolle begründet, führt aber wissenschaftlichen Erkenntnissen zufolge zu erhöhten Geburtenraten.

Pelzindustrie

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Die Pelzindustrie ist ein globaler Wirtschaftszweig, der jährlich etwa 58 Millionen Tiere für die Produktion von Pelzprodukten nutzt. Nerze machen mit 35 Millionen Tieren den größten Anteil aus, gefolgt von Füchsen (12 Millionen) und Marderhunden (8,5 Millionen). Kleinere Zahlen entfallen auf Chinchillas und Kaninchen (zusammen 2,5 Millionen).
China ist dabei der weltweit größte Produzent und macht etwa 50% der globalen Pelzproduktion aus. Für einen einzigen Pelzmantel werden zwischen 30 und 70 Tierfelle benötigt. Der Durchschnittspreis pro Fell liegt bei 30-40 Euro, wobei die Preise je nach Qualität und Tierart stark schwanken können.
Die Pelzindustrie steht zunehmend in der Kritik von Tierschützern, was in einigen Ländern bereits zu Verboten von Pelzfarmen geführt hat. Dennoch bleibt die weltweite Produktion auf hohem Niveau, wobei sich die Hauptproduktion in die asiatischen Länder verlagert hat.

Lederindustrie

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Rinder: Die Rinder machen mit 65% den größten Anteil in der Lederindustrie aus. Jährlich werden etwa 290 Millionen dieser Tiere geschlachtet. Die wichtigsten Produktionsländer sind dabei Brasilien, China, die USA und Indien. Von einem einzelnen Rind können durchschnittlich 3-4 Quadratmeter Leder gewonnen werden. Die Qualität des Leders wird dabei stark von Faktoren wie dem Alter des Tieres, den Haltungsbedingungen und der Art der Verarbeitung beeinflusst. Besonders kritisch ist die massive Abholzung des Amazonas-Regenwaldes, die hauptsächlich für neue Rinderweiden betrieben wird. Dies hat verheerende Auswirkungen auf das globale Klima und die Biodiversität.
Schafe und Ziegen: Mit einem Anteil von 15% stellen Schafe und Ziegen die zweitgrößte Gruppe in der Lederproduktion dar. Etwa 550 Millionen dieser Tiere werden jährlich geschlachtet. Das Leder von Schafen ist für seine besondere Weichheit bekannt und findet häufig Verwendung in der Herstellung hochwertiger Handschuhe und feiner Lederwaren. Die Hauptproduktion findet in China, Australien und Neuseeland statt. Tragischerweise werden die meisten dieser Tiere bereits im jungen Alter von 6-8 Monaten geschlachtet, lange bevor sie ihre natürliche Lebensspanne erreicht hätten.
Schweine: Schweine machen etwa 12% der Lederproduktion aus, wobei jährlich erschreckende 1,5 Milliarden Tiere geschlachtet werden. Das Leder wird hauptsächlich für die Herstellung von Handschuhen und Schuhen verwendet. Die größten Produzenten sind China, die USA und Deutschland. Obwohl Schweineleder günstiger als Rindsleder ist, weist es eine geringere Strapazierfähigkeit auf. Die intensive Massentierhaltung von Schweinen ist dabei mit erheblichen Tierschutzproblemen verbunden.
Weitere Tiere: Die erschreckende Realität ist, dass in der Kategorie "Sonstige" (8%) auch Hunde und Katzen zu finden sind, besonders in asiatischen Ländern. Schätzungen zufolge werden jährlich etwa 2 Millionen Hunde und Katzen für die Lederproduktion getötet. Auch exotische Tiere wie Krokodile, Schlangen und andere Reptilien fallen in diese Kategorie. Der Handel mit exotischen Ledern ist häufig illegal und findet ohne jegliche Regulierung statt, was zu besonders grausamen Praktiken führt.